Wein und Philosophie


Für Dich: Ich finde ein unglaublich guter Text:

Von Ulf Siebert, Ein Kunde und Gastronom aus Tübingen:
Die Kelter in Tübingen.

„Der Glaube darf uns nicht nur zur Gewissheit werden,
er muss auch zur rechten Zeit eine Verunsicherung sein !
Eine kreative Verunsicherung. Etwas, das uns Einhalt gebieten darf !
Verunsicherungen sind nötig, um uns von unseren Borniertheiten zu befreien.
Manch eine Anfechtung bedeutet nichts anderes, als dass wir uns endlich etwas sagen lassen.

Da hat der Zweifel eine Botschaft: „Bekenne nicht nur das, was du verstehst.
Glaube nicht nur an das, was dir angenehm erscheint.
Erkenne nicht nur das, was deinem Lieblingsgedanken entspricht.
Vertraue nicht nur auf das, was du fühlst.
Sei vielmehr wachsam für das, was geschieht, und suche Zeiten, in denen du beginnst, vor Gott zu schweigen!“

Denn erst wenn das ständige Pulsfühlen der eigenen Befindlichkeit und das Plappern
der eigenen Argumente in uns ein Ende findet, werden wir beginnen hinzuhören.
Mein Glaube ist nicht von Antworten getragen. Wäre es so, hätte ich ihn längst verloren.
Was mich einzig trägt, ist die Suche des Herzens."


Martin Schleske